Wer Geldsorgen hat und keinen Kredit mehr aufnehmen kann oder will,
spielt oft mit dem Gedanken, die eigene Lebensversicherung zu
kündigen, um so wieder liquide zu werden. Die bessere Alternative
ist hier jedoch die Police zu verkaufen, da die Käufer auf dem
Zweitmarkt meist mehr bezahlen, als der Kunde bei Kündigung als
Rückkaufwert von seiner Versicherung erhalten würde. Die Einkäufer
zahlen deshalb so hohe Preise für die Policen, weil sie den Vertrag
bis zum Ende seiner Laufzeit weiterlaufen lassen und so die
Summe erhalten, die bei Einhaltung des Vertrags von der Versicherung
ausgeschüttet wird. Allerdings ist es nicht ganz einfach, eine
Lebensversicherung zu verkaufen. Die Händler kaufen mittlerweile nur
noch wirklich gute Policen, bei denen der Rückkaufwert bei
mindestens 5000 € liegt. Wer also seine Lebensversicherung gleich
einige Jahre nach Abschluss wieder verkaufen will, hat schlechte
Karten. Die Händler möchten sich nicht lange an die Policen binden
und kaufen daher nur solche, die eine Restlaufzeit von höchstens 15
Jahren haben. Für die Verkaufschancen ist es außerdem wichtig,
bei welcher Versicherung die Police abgeschlossen wurde. Versicherte
bei renommierten Versicherungsgesellschaften haben im Gegensatz zu
Kunden von anderen Unternehmen zum Beispiel gute Chancen, ihre
Police auf dem Zweitmarkt loszuwerden. Bevor es soweit ist, sollte
man sich allerdings unbedingt gegen Berufsunfähigkeit versichern und
eine günstige Risikolebensversicherung abschließen, um die eigene
Familie zu schützen. Danach kann man dazu übergehen, sich
verschiedene Angebote von diversen Policenhändlern einzuholen. Dabei
sollte man jedes Schreiben genauestens prüfen, um keine versteckten
Vertragsbedingungen zu übersehen. Besondere Vorsicht ist bei der
Angabe des Rückkaufswerts geboten. Hier schummeln viele Händler, um
den Gewinn für den Kunden höher erscheinen zu lassen. Es lohnt sich
also die Nachfrage bei der Versicherungsgesellschaft oder der
örtlichen Verbraucherzentrale, um keinem Betrüger ins Netz zu gehen.
Eine mögliche Alternative zum Verkauf der Lebensversicherung ist die
Aufnahme eines Darlehens auf die Police, dem so genannten
Policendarlehen, da der Versicherungsschutz in diesem Fall bestehen
bleibt und man in eventuell besseren Zeiten für Ausgleich sorgen
kann. meist sind die Zinsen eines Policendarlehens in der Regel
günstige